Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Impressum

Kontakt

Parodontitis und Mikroimmuntherapie

Dr. med. Renate Schied

Parodontitis als Signal einer ganzkörperlichen Regulationsstörung – Behandlungsansatz der Mikroimmuntherapie

Parodontitis ist heute zu einer Volkskrankheit geworden. Zwei von drei Erwachsenen über 40 Jahre leiden daran. Die Erkrankung ist für Kieferknochen, Zähne und auch für die allgemeine Gesundheit eine Gefahr. Wenn wir nun über die Bedeutung der Zähne Bescheid wissen, wird sehr schnell verständlich, welche Folgen, welche gesundheitlichen Probleme und welche Folgekosten diese entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates nach sich zieht.



Parodontitis ist kein rein zahnmedizinisches Problem
Per definitionem handelt es sich bei der Parodontitis um eine entzündliche Erkrankung des Halteapparates der Zähne, die zu Zahnfleischschwund und Abbau des Kieferknochens führt. All dies mündet letztendlich in den Verlust der Zähne. Pathophysiologisch entsteht durch Bakterien eine Plaquebildung; in der Folge kommt es zur Freisetzung von bakteriellen Stoffwechsel- und Zerfallsprodukten, die eine immunologische Reaktion hervorrufen. Parodontitis zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Mundhöhle. Die Erkrankung bleibt für den Laien lange unerkannt, weil sie anfangs keine Schmerzen verursacht. Zahnfleischbluten, -schwellungen und Mundgeruch sind typische Symptome von Parodontitis. Besonders betroffen sind Herzkranke, Diabetiker, Asthmatiker und werdende Mütter.
In der ganzheitlichen Zahnarztpraxis ist Parodontitis keine isolierte Erkrankung, sondern immer ein Symptom für eine enerelle Störung im Organismus. Daher wird auch die Behandlung nicht auf die Mundhöhle reduziert bleiben. Durch den Blutkreislauf können die Keime auch an andere Stellen des Körpers gelangen und hier Entzündungen bzw. Krankheiten auslösen. Die primär lokale Erkrankung kann sich zur Zeitbombe für den gesamten Organismus entwickeln. Es gibt Hinweise, dass chronische Bakterieninfektionen im Mundraum eine Ursache für Ablagerungen in Arterien sein können. Parodontitis kann das Risiko einer Herzerkrankung um das Doppelte erhöhen. Aktuelle Untersuchungen belegen die Gefahr eines Apoplex besonders bei Männern über 60 Jahre. Wenn das Immunsystem Bakterien aus Mundhöhle und Rachen nicht schnell genug eliminieren kann, kann die Entstehung einer bakteriellen Lungenentzündung begünstigt werden.
Parodontitiskeime produzieren Moleküle, die bei Schwangeren zu Frühgeburten führen können. Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Diabetes sind seit langem bekannt. Neuere Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass eine Parodontalerkrankung Typ 2-Diabetes verschlechtern oder auslösen kann. Ist der Langzeitzucker-Wert beim Diabetiker nicht in den Griff zu bekommen, sollte beim Patienten in jedem Fall auch ein genauer Parodontalstatus erhoben werden.

...

Lesen Sie den ausführlichen Beitrag vollständig in unserer aktuellen Ausgabe.