APDE-5-Hemmer als Low-dose-Dauermedikation?
Dass zu wenig Sport, zu viel Alkohol und zu viel Nikotin negativen Einfluss auf die männliche Potenz haben, ist bekannt. Stress im Alltag, oft berufsbedingt, ist allgegenwärtig, kann aber unter bestimmten Bedingungen gravierende Formen annehmen. Um dem beizukommen, gibt es verschiedene effektive Strategien der Stressbewältigung. Doch Stress ist ebenso ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um die Entwicklung einer erektilen Dysfunktion geht. Es wird zwar nicht gern darüber gesprochen, aber erektile Funktionseinschränkungen beschäftigen mittlerweile auch Männer diesseits des 50. Lebensjahres. Die ätiologische Abgrenzung zwischen Somato- und Psychogenese der erektilen Dysfunktion gilt seit jeher als schwierig; aus ganzheitlicher Sicht betrachtet läuft sie ohnehin oft ins Leere.
Behandlungsoptionen
Insbesondere in anforderungsintensiven Berufen mit hohem Verantwortungsprofil können sich Belastungen auf die Erektionsfähigkeit auswirken, sodass nicht nur die Gefahr einer erheblichen Beeinträchtigung des Sexuallebens, sondern auch der Paarbeziehung besteht. Der Erfolg der PDE-5-Hemmer als Medikation bei erektiler Dysfunktion seit der Einführung von Sildenafil spricht für sich, zumal die Wirkung naturheilkundlicher Medikation sehr unterschiedlich ist. Der seit nun etwa 100 Jahren angewandte ∝-2-Antagonist Yohimbin erscheint als einziger Wirkstoff bei leichten und psychosomatischen Erektionsstörungen wirksam; bei Phentolamin, L-Arginin und rotem Ginseng ist der Wirksamkeitsnachweis umstritten oder schwach.
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